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Fraxinus

     
21.05.2007 21:41


 

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21.05.2007 21:36


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19.05.2007 19:33


Krummi krunkar úti

(island)


A
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Krummi krunkar úti


A

Krummi krunkar úti,

E A

kallar á nafna sinn:

A

Ég fann höfuð af hrúti,

E

hrygg og gæruskinn.

A F#m

Komdu nú og kroppaðu með mér

E7 A

krummi nafni minn,

F#m
komdu nú og kroppaðu með mér

E7 A

krummi nafni minn.“
 


Verfasser des Textes: Húsgangur
Verfasser des Liedes: Þjóðlag


der rabe ruft draußen,
ruft seine rabengefährten:
ich habe einen widderkopf gefunden,
eine wirbelsäule und eine haut.
kommt jetzt und fresst mit mir,
kommt jetzt meine rabengefährten.








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28.04.2007 11:37

 

Die sieben Raben

Gebrüder Grimm

 

Ein Mann hatte sieben Söhne und immer noch kein Töchterchen, so sehr er sichs auch wünschte; endlich gab ihm seine Frau wieder gute Hoffnung zu einem Kinde, und wies zur Welt kam, war es auch ein Mädchen. Die Freude war groß, aber das Kind war schmächtig und klein, und sollte wegen seiner Schwachheit die Nottaufe haben. Der Vater schickte einen der Knaben eilends zur Quelle, Taufwasser zu holen: die andern sechs liefen mit, und weil jeder der erste beim Schöpfen sein wollte, so fiel ihnen der Krug in den Brunnen. Da standen sie und wußten nicht, was sie tun sollten, und keiner getraute sich heim. Als sie immer nicht zurückkamen, ward der Vater ungeduldig und sprach: »Gewiß haben sie's wieder über ein Spiel vergessen, die gottlosen Jungen.« Es ward ihm angst, das Mädchen müßte ungetauft verscheiden, und im Ärger rief er: »Ich wollte, daß die Jungen alle zu Raben würden.« Kaum war das Wort ausgeredet, so hörte er ein Geschwirr über seinem Haupt in der Luft, blickte in die Höhe und sah sieben kohlschwarze Raben auf- und davonfliegen.

Die Eltern konnten die Verwünschung nicht mehr zurücknehmen, und so traurig sie über den Verlust ihrer sieben Söhne waren, trösteten sie sich doch einigermaßen durch ihr liebes Töchterchen, das bald zu Kräften kam, und mit jedem Tage schöner ward. Es wußte lange Zeit nicht einmal, daß es Geschwister gehabt hatte, denn die Eltern hüteten sich, ihrer zu erwähnen, bis es eines Tags von ungefähr die Leute von sich sprechen hörte, das Mädchen wäre wohl schön, aber doch eigentlich schuld an dem Unglück seiner sieben Brüder. Da ward es ganz betrübt, ging zu Vater und Mutter und fragte, ob es denn Brüder gehabt hätte, und wo sie hingeraten wären. Nun durften die Eltern das Geheimnis nicht länger verschweigen, sagten jedoch, es sei so des Himmels Verhängnis und seine Geburt nur der unschuldige Anlaß gewesen. Allein das Mädchen machte sich täglich ein Gewissen daraus und glaubte, es müßte seine Geschwister wieder erlösen. Es hatte nicht Ruhe und Rast, bis es sich heimlich aufmachte und in die weite Welt ging, seine Brüder irgendwo aufzuspüren und zu befreien, es möchte kosten, was es wollte. Es nahm nichts mit sich als ein Ringlein von seinen Eltern zum Andenken, einen Laib Brot für den Hunger, ein Krüglein Wasser für den Durst und ein Stühlchen für die Müdigkeit.

Nun ging es immerzu, weit weit, bis an der Welt Ende. Da kam es zur Sonne, aber die war zu heiß und fürchterlich, und fraß die kleinen Kinder. Eilig lief es weg und lief hin zu dem Mond, aber der war gar zu kalt und auch grausig und bös, und als er das Kind merkte, sprach er: »Ich rieche Menschenfleisch.« Da machte es sich geschwind fort und kam zu den Sternen, die waren ihm freundlich und gut, und jeder saß auf seinem besondern Stühlchen. Der Morgenstern aber stand auf, gab ihm ein Hinkelbeinchen und sprach: »Wenn du das Beinchen nicht hast, kannst du den Glasberg nicht aufschließen, und in dem Glasberg, da sind deine Brüder.«

Das Mädchen nahm das Beinchen, wickelte es wohl in ein Tüchlein, und ging wieder fort, so lange, bis es an den Glasberg kam. Das Tor war verschlossen und es wollte das Beinchen hervorholen, aber wie es das Tüchlein aufmachte, so war es leer, und es hatte das Geschenk der guten Sterne verloren. Was sollte es nun anfangen? Seine Brüder wollte es erretten und hatte keinen SchIüssel zum Glasberg. Das gute Schwesterchen nahm ein Messer, schnitt sich ein kleines Fingerchen ab, steckte es in das Tor und schloß glücklich auf. Als es eingegangen war, kam ihm ein Zwerglein entgegen, das sprach: »Mein Kind, was suchst du?« »Ich suche meine Brüder, die sieben Raben,« antwortete es. Der Zwerg sprach: »Die Herren Raben sind nicht zu Haus, aber willst du hier so lang warten, bis sie kommen, so tritt ein.« Darauf trug das Zwerglein die Speise der Raben herein auf sieben Tellerchen und in sieben Becherchen, und von jedem Tellerchen aß das Schwesterchen ein Bröckchen, und aus jedem Becherchen trank es ein SchIückchen; in das letzte Becherchen aber ließ es das Ringlein fallen, das es mitgenommen hatte.

Auf einmal hörte es in der Luft ein Geschwirr und ein Geweh, da sprach das Zwerglein: »Jetzt kommen die Herren Raben heim geflogen.« Da kamen sie, wollten essen und trinken, und suchten ihre Tellerchen und Becherchen. Da sprach einer nach dem andern: »Wer hat von meinem Tellerchen gegessen? Wer hat aus meinem Becherchen getrunken? Das ist eines Menschen Mund gewesen.« Und wie der siebente auf den Grund des Bechers kam, rollte ihm das Ringlein entgegen. Da sah er es an und erkannte, daß es ein Ring von Vater und Mutter war, und sprach: »Gott gebe, unser Schwesterlein wäre da, so wären wir erlöst.« Wie das Mädchen, das hinter der Türe stand und lauschte, den Wunsch hörte, so trat es hervor, und da bekamen alle die Raben ihre menschliche Gestalt wieder. Und sie herzten und küßten einander, und zogen fröhlich heim.

 

 

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28.04.2007 11:37

DIE KRÄHEN

 

Es hatte ein rechtschaffener Soldat etwas Geld verdient und zusammengespart, weil er fleißig war und es nicht, wie die andern, in den Wirtshäusern durchbrachte. Nun waren zwei von seinen Kameraden, die hatten eigentlich ein falsches Herz und wollten ihn um sein Geld bringen, sie stellten sich aber äußerlich ganz freundschaftlich an. Auf eine Zeit sprachen sie zu ihm: »Hör, was sollen wir hier in der Stadt liegen, wir sind ja eingeschlossen darin, als wären wir Gefangene, und gar einer wie du, der könnte sich daheim was Ordentliches verdienen und vergnügt leben.« Mit solchen Reden setzten sie ihm auch so Tange zu, bis er endlich einwilligte und mit ihnen ausreißen wollte; die zwei ändern hatten aber nichts anders im Sinn, als ihm draußen sein Geld abzunehmen. Wie sie nun ein Stück Wegs fortgegangen waren, sagten die zwei: »Wir müssen uns da rechts einschlagen, wenn wir an die Grenze kommen wollen.« »Nein«, antwortete er, »da geht's gerade wieder in die Stadt zurück, links müssen wir uns halten.« »Was, du willst dich mausig machen?« riefen die zwei, drangen auf ihn ein, schlugen ihn, bis er niederfiel, und nahmen ihm sein Geld aus den Taschen; das war aber noch nicht genug, sie stachen ihm die Augen aus, schleppten ihn zum Galgen und banden ihn daran fest. Da ließen sie ihn und gingen mit dem gestohlenen Geld in die Stadt zurück.

Der arme Blinde wußte nicht, an welchem schlechten Ort er war, fühlte um sich und merkte, daß er unter einem Balken Holz saß. Da meinte er, es wäre ein Kreuz, sprach: »Es ist doch gut von ihnen, daß sie mich wenigstens unter ein Kreuz gebunden haben, Gott ist bei mir«, und fing an, recht zu Gott zu beten. Wie es ungefähr Nacht werden mochte, hörte er etwas flattern; das waren aber drei Krähen, die ließen sich auf dem Balken nieder. Danach hörte er, wie eine sprach: »Schwester, was bringt Ihr Gutes? Ja, wenn die Menschen wüßten, was wir wissen! Die Königstochter ist krank, und der alte König hat sie demjenigen versprochen, der sie heilt; das kann aber keiner, denn sie wird nur gesund, wenn die Kröte in dem Teich dort zu Asche verbrannt wird und sie die Asche mit Wasser trinkt.« Da sprach die zweite: »Ja, wenn die Menschen wüßten, was wir wissen! Heute nacht fällt ein Tau vom Himmel, so wunderbar und heilsam, wer blind ist und bestreicht seine Augen damit, der erhält sein Gesicht wieder.« Da sprach auch die dritte: »Ja, wenn die Menschen wüßten, was wir wissen! Die Kröte hilft nur einem, und der Tau hilft nur wenigen, aber in der Stadt ist große Not, da sind alle Brunnen vertrocknet, und niemand weiß, daß der große viereckige Stein auf dem Markt muß weggenommen und darunter gegraben werden, dort quillt das schönste Wasser.« Wie die drei Krähen das gesagt hatten, hörte er es wieder flattern, und sie flogen da fort. Er machte sich allmählich von seinen Banden los, und dann bückte er sich und brach ein paar Gräserchen ab und bestrich seine Augen mit dem Tau, der darauf gefallen war. Alsbald ward er wieder sehend und waren Mond und Sterne am Himmel, und sah er, daß er neben dem Galgen stand. Danach suchte er Scherben und sammelte von dem köstlichen Tau, soviel er zusammenbringen konnte, und wie das geschehen war, ging er zum Teich, grub das Wasser davon ab, holte die Kröte heraus und verbrannte sie zu Asche. Mit der Asche ging er an des Königs Hof und ließ die Königstochter davon einnehmen, und als sie gesund war, verlangte er sie, wie es versprochen war, zur Gemahlin. Dem König aber gefiel er nicht, weil er so schlechte Kleider anhatte, und er sprach, wer seine Tochter haben wollte, der müßte der Stadt erst Wasser verschaffen, und hoffte ihn damit loszuwerden. Er aber ging hin, hieß die Leute den viereckigen Stein auf dem Markt wegheben und darunter nach Wasser graben. Kaum hatten sie angefangen zu graben, so kamen sie schon zu einer Quelle, aus der ein mächtiger Wasserstrahl hervorsprang. Der König konnte ihm nun seine Tochter nicht länger verweigern, er wurde mit ihr vermählt, und lebten sie in einer vergnügten Ehe.

Auf eine Zeit, als er durchs Feld spazierenging, begegneten ihm seine beiden ehemaligen Kameraden, die so treulos an ihm gehandelt hatten. Sie kannten ihn nicht, er aber erkannte sie gleich, ging auf sie zu und sprach: »Seht, das ist euer ehemaliger Kamerad, dem ihr so schändlich die Augen ausgestochen habt, aber der liebe Gott hat mir's zum Glück gedeihen lassen.« Da fielen sie ihm zu Füßen und baten um Gnade, und weil er ein gutes Herz hatte, erbarmte er sich ihrer und nahm sie mit sich, gab ihnen auch Nahrung und Kleider. Er erzählte ihnen danach, wie es ihm ergangen und wie er zu diesen Ehren gekommen wäre. Als die zwei das vernahmen, hatten sie keine Ruhe und wollten sich eine Nacht unter den Galgen setzen, ob sie vielleicht auch etwas Gutes hörten. Wie sie nun unter dem Galgen saßen, flatterte auch bald etwas über ihren Häuptern und kamen die drei Krähen. Die eine sprach zur ändern: »Hört, Schwestern, es muß uns jemand behorcht haben, denn die Königstochter ist gesund, die Kröte ist fort aus dem Teich, ein Blinder ist sehend geworden, und in der Stadt haben sie einen frischen Brunnen gegraben, kommt, laßt uns den Horcher suchen und ihn bestrafen.« Da flatterten sie herab und fanden die beiden, und eh sich die helfen konnten, saßen ihnen die Raben auf den Köpfen und hackten ihnen die Augen aus und hackten weiter so lange ins Gesicht, bis sie ganz tot waren. Da blieben sie liegen unter dem Galgen. Als sie nun ein paar Tage nicht wiederkamen, dachte ihr ehemaliger Kamerad: »Wo mögen die zwei herumirren«, und ging hinaus, sie zu suchen. Da fand er aber nichts mehr als ihre Gebeine, die trug er vom Galgen weg und legte sie in ein Grab.


Quelle: Kinder- und Hausmärchen, Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Brüder Grimm), 1812-1857; in der Ausgabe letzter Hand (1856/57) nicht mehr enthaltene Märchen früher Auflagen.

 

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28.04.2007 11:37

 

wie der rabe das licht brachte

(ein eskimomärchen, übers. paul schock)

 

In den ersten Tagen spendeten, wie jetzt, Sonne und Mond das Licht. Dann aber wurden Sonne und Mond weggenommen und die Menschen blieben auf Erden lange Zeit ohne jedes andere Licht, als den Schimmer der Sterne. Ohne jeden Erfolg machten die Zauberer ihre größten Kunststücke, die Finsternis hielt an. In einem Dorf am unteren Yuson lebte ein Waisenknabe, der immer mit den Dienstleuten auf der Bank am Hauseingang saß. Die anderen Leute hielten ihn für närrisch und jedermann verachtete und mißhandelte ihn. Nachdem sich die Zauberer furchtbar, aber ohne Erfolg, angestrengt hatten, Sonne und Mond zurückzuschaffen, verspottete sie der Knabe und sagte: "Was für feine Zauberer müßt ihr doch sein, da ihr nicht einmal imstande seid, das Licht wieder herbeizuschaffen, wenn sogar ich das tun kann."
Darauf wurden die Zauberer sehr ärgerlich, prügelten ihn und warfen ihn aus dem Haus heraus. Dieser arme Waisenknabe war nun wie jeder andere Knabe, aber wenn er ein schwarzes Kleid, das er hatte, anzog, wurde er in einen Raben verwandelt und blieb ein solcher, bis er das Kleid wieder auszog.
Nachdem die Zauberer den Knaben aus dem Haus geworfen hatten, ging er im selben Dorf ins Haus seiner Tante und erzählte ihr, was er ihnen gesagt und wie sie ihn geschlagen und hinausgeworfen. Dann bat er sie, ihm doch zu sagen, wo die Sonne und der Mond hingekommen seien, denn er wolle ihnen nachgehen.
Sie behauptete, nicht zu wissen, wo sie versteckt wären, aber der Knabe sagte: "Nach deinem feingenähten Kleid zu schließen, weißt du sicher, wo sie sind, denn du hättest nie genug sehen können, es so zu nähen, wenn du nicht wußtest, wo das Licht ist." Nach langem überredete er endlich seine Tante und sie sagte ihm: "Gut, wenn du das Licht finden willst, mußt du deine Schneeschuhe nehmen und weit nach Süden gehen zu einem Platz, den du schon erkennen wirst, wenn du dort bist." Der Rabenknabe nahm sofort seine Schneeschuhe und brach nach Süden auf. Viele Tage wanderte er und die Finsternis blieb immer gleich. Nachdem er schon einen weiten Weg zurückgelegt hatte, sah er weit vor sich einen Lichtblitz, was ihn sehr ermutigte. Als er weitereilte, leuchtete das Licht wieder heller auf als vorher, und dann verschwand und erschien es abwechselnd. Schließlich kam er an einen großen Hügel, dessen eine Seite in vollem Licht stand, während die andere in finstere Nacht getaucht schien. Vor sich, hart am Hügel, bemerkte der Knabe eine Hütte und in ihrer Nähe einen Mann, der von ihrer Vorderseite Schnee wegschaufelte.
Der Mann warf den Schnee hoch in die Luft und so oft er das tat, verdunkelte sich das Licht, so entstand der Wechsel von Licht und Dunkelheit, den der Knabe beim Herannahen gesehen hatte. Dicht hinter dem Haus sah er das Licht, das zu suchen er ausgegangen war, wie einen großen Feuerball. Dann blieb der Knabe stehen und überlegte, wie er das Licht und des Mannes Schaufel erlangen könnte.
Nach einiger Zeit ging er dann zu dem Mann hin und sagte: "Warum wirfst du den Schnee in die Luft und entziehst unserem Dorf das Licht?" Der Mann hielt inne, sah auf und sagte: "Ich räume nur den Schnee vor meiner Türe weg und ich entziehe kein Licht. Aber wer bist du und von wo kommst du?" "Es ist so finster in unserem Dorf, daß ich dort nicht leben will, und so bin ich gekommen, um bei dir zu bleiben," sagte der Knabe. "Was? Für immer?" fragte der Mann. "Ja!" antwortete der Knabe. Darauf der Mann: "Also gut; komme mit mir ins Haus." Und er steckte die Schaufel in den Boden und gebückt ging er durch den unterirdischen Eingang voran ins Haus und ließ, nachdem er hindurchgegangen war, in der Meinung, der Knabe sei hinter ihm, den Vorhang vor der Tür herunterfallen.
Im Augenblick, als hinter dem Mann, der eingetreten war, die Türklappe herunterfiel, packte der Knabe den Feuerball und steckte ihn in die Außenfalte seines Pelzes; dann nahm er noch die Schaufel in die Hand und lief nach Norden weg und rannte so lange, bis seine Füße müde waren. Dann erinnerte er sich seines Zaubergewandes, verwandelte sich in einen Raben und flog so rasch ihn seine Flügel nur trugen, davon. Hinter sich hörte er das entsetzliche Gekeif und Geschrei des Mannes, der ihm rasch folgte. Als der alte Mann merkte, daß er den Raben nicht einholen konnte, schrie er: "Zum Donnerwetter! behalte meinetwegen das Licht, aber gib mir meine Schaufel wieder!"
Darauf antwortete der Knabe: "Nein, du hast unser Dorf ganz verfinstert und sollst daher auch deine Schaufel nicht haben." Und der Rabe flog weiter und ließ ihn zurück. Auf seinem Heimweg brach der Rabe ein Stück vom Licht ab und warf es aus, und so wurde es wieder Tag. Dann zog er wieder lange Zeit im Dunkeln weiter, warf dann wieder ein Stück Licht weg, es wurde wieder Tag. So tat er abwechselnd, bis er in seinem Heimatdorf vor dem Haus anlangte, wo er das letzte Stück wegwarf. Dann betrat er das Haus und sagte: "Also, ihr unnützen Zauberer, ihr seht jetzt, daß ich das Licht zurückgebacht habe und es wird von un an hell sein und dann wieder dunkel: Tag und Nacht." Und die Zauberer konnten ihm nichts antworten.
Daraufhin ging er hinauf aufs Eis, denn sein Haus lag an der Küste und ein großer Wind kam auf und trieb ihn mit dem Eis über die See zum Land an der jenseitigen Küste. Dort fand er ein Dorf, nahm aus seiner Bewohnerschaft eine Frau und lebte mit ihren Leuten, bis er drei Töchter und vier Söhne hatte. Mit der Zeit wurde er sehr alt und erzählte seinen Kindern, wie er ins Land gekommen und, nachdem er ihnen aufgetragen, wieder in jenes Land zu ziehen, woher er gekommen, starb er.
Die Kinder des Raben zogen dann fort, wie er ihnen aufgetragen und gelangten schließlich in ihres Vaters Land. Dort wurden sie in Raben verwandelt und ihre Nachkömmlinge verlernten, wie sie sich in Menschen verwandeln könnten, und so gibt es bis zum heutigen Tag Raben.
Im Dorf des Raben folgen Tag und Nacht einander, wie er gesagt hatte, daß es geschehen werde und die Länge der einzelnen blieb ungleich, da der Rabe manchmal lange Zeit ohne Licht auszuwerfen gewandert war und dann wieder in kürzeren Zwischenräumen das Licht ausgeworfen hatte, so daß die Nächte sehr kurz waren, und dementsprechend ist es auch geblieben.

 

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28.04.2007 11:37

 

 

Krähen-Indianer, Crow oder Absaroka

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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28.04.2007 11:37

24.03.07

  
Rätsel um tote Kolkraben
   
   
 
 


"Jena. (tlz/tb)  ... Umweltamt und Naturschützer in größter Sorge! Etwa 15 bis 20 tote Kolkraben wurden in den vergangenen 3 bis 4 Wochen am nördlichen Stadtrand von Jena im weiteren Umfeld von Jena-Zwätzen und Closewitz gefunden.

"Der erste Verdachtsmoment, es könnte sich um Fälle der gefürchteten Vogelgrippe handeln, konnte durch die Untersuchung von sieben toten Kolkraben in dem zuständigen Amt in Bad Langensalza entkräftet werden", teilte Dr. Dietrich von Knorre, der Leiter der Fachgruppe Ornithologie im Nabu Kreisverband, gestern mit. Das Landesverwaltungsamt in Weimar bestätigte die Untersuchungsergebnisse. Vier Raben waren durch Mitarbeiter des städtischen Umweltamtes, drei vom örtlich zuständigen Jäger eingeliefert worden.

Die Mitglieder der Fachgruppe Ornithologie Jena, die die Kolkraben an ihrem Schlafplatz beobachten, sind nun in hohem Maße beunruhigt. Es liegt der Verdacht auf eine Vergiftung nahe. Da die toten Vögel in einem weiten Umkreis unterhalb und westlich des Jägerberges - teils in der freien Flur, teils an den Schlafplätzen der Kolkraben - gefunden wurden, muss noch mit einer erheblichen Dunkelziffer von im Gelände verstreut liegenden toten Raben gerechnet werden. "Solange das mögliche Gift und die Quelle dafür unbekannt sind, geht eine akute Gefahr für alle aasfressenden Tiere aus", so von Knorre. Für ihn steht der besonders geschützte Rotmilan an erster Stelle, denn er nimmt bevorzugt tote Tiere als Nahrung zu sich. Zu seinem Schutz hat Thüringen gerade auf der Grundlage der EG-Vogelschutzrichtlinie weiträumig Schutzgebiete ausgewiesen. Doch auch Wildschweine könnten sich durch das Fressen der Kadaver belasten, und damit käme das mögliche Gift unmittelbar in die Nahrungskette des Menschen. Wichtig erscheint auch der Hinweis an Hundehalter, ein besonderes Augenmerk auf ihre Vierbeiner an der Leine zu haben.

Der Kolkrabe ist mit 65 Zentimetern Größe und fast anderthalb Kilogramm Körpergewicht größter heimischer Singvogel."

 

(zitat, quelle: www .tlz.de)


kommentar von: kiki6 am 05.04.2007 16:45

schön beschrieben,aber wo ist das bild obene links???
 

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28.04.2007 11:37

 

Krähen

 

 

... eine beobachtung im sommer. ich gehe meines weges wie immer. neben dem weg frisch gemähtes gras. eine krähe, dem raben schon sehr ähnlich, sitzt da direkt neben dem weg und hat zwei hälften eines weggeworfenen schulbrotes vor sich. sie sieht mich kommen und will wegfliegen. was wird mit den 2 broten, blitzschnelle reaktion. eines kann sie nur mitnehmen, will das andere aber nicht ganz aufgeben. sie versteckt es indem sie das abgeschnittene gras darüber zieht, mit einer einzigen bewegung.

 

 

danke vladdracul für das bild

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28.04.2007 11:36

 

Und über den Steinen stolzieren die Raben

(Max Dauthendey)

 

In grasgrünen Hainen ist Rauschen und Greinen,
Der Wind geht als Dichter im Feld singend um,
Und nur's Erdland liegt todstill und stumm.
Der Himmel ist rauschend ein hellblauer Fluß,
Dran der Acker als Ufer grabstill liegen muß.
Der Erdrachen will alle Toten begraben,
Das wandernde Lachen, das wandernde Weinen,
Und über den Steinen stolzieren die Raben.

 

quelle: http://gutenberg.spiegel.de/dauthend/weltspuk/n40061b.htm

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