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30.04.2007 17:48
büffeljagd
Als den Indianern das Pferd noch unbekannt war, jagten sie den Bison zu Fuß, indem sie sich mit Wolfspelzen getarnt an die Tiere heranschlichen, und sie plötzlich in Panik versetzten. Anschließend trieben sie die Herde vor sich her, um sie schließlich über den Rand einer Klippe zu hetzen. Am Fuße der Klippe wurden die Tiere dann bereits von weiteren Jägern erwartet, die ihnen schließlich mit einer Lanze den Todesstoß versetzten. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts änderte sich dank des Pferdes die Jagdmethode. Auf den für die Jagd besonders abgerichteten Pferden ritten zwei Reiterkolonnen auf die Herde zu und isolierten davon einen kleinen Teil. Dann näherten sich die Jäger im vollem Galopp einem einzelnen Bison und schossen ihm einen Pfeil ins Herz. Beide Jagdmethoden waren allerdings nicht ungefährlich. Bei einem Fehlschuss beispielsweise konnte ein angegriffener und manchmal auch verletzter Bison sehr gefährlich werden, so dass der Jäger zum Gejagten und manchmal auch zum Opfer wurde. Es gab eine Sommer- und eine Winterjagd. Während sich an der Sommerjagd der gesamte Stamm beteiligte, war die Winterjagd für einzelne kleine Gruppen freigegeben. In beiden Fällen gab es einen Jagdanführer, den sich alle unterordnen mussten, sogar die Häuptlinge. Nach der Jagd war die Arbeit der Frauen gefragt. Ihre Aufgabe lag darin, die Bisons zu enthäuten und zu zerlegen, was wegen der vielen Mücken und Fliegen keine leichte Aufgabe war. Der Jäger, der das Tier erlegt hatte, bekam das Fell und einige anderer kostbaren Teile. Der Rest wurde dann unter dem Stamm aufgeteilt. Anfangs töteten die Indianer nur soviel Tiere, wie sie brauchten. Als sie aber in den Besitz von Schusswaffen kamen, wurde auch ihre Jagdbeute von Jahr zu Jahr größer. Dennoch hielten sich die reichen Bestände in der Prärie, bis der weiße Mann Jagd auf die Tiere machte. Zwar nutzten die Weißen in den 20. Jahren des 19. Jahrhunderts noch das Fleisch und die Häute. Mit dem Rest wussten sie aber nichts anzufangen. Später wurde nur noch die schmackhafte Zunge verwertet, und als in den 60. Jahren der Büffelmord regelrecht organisiert wurde, um den Indianern die Lebensgrundlage zu nehmen, verrotteten Tausende Bisons nutzlos in der Prärie. Es gab sogar spezielle Büffelkanonen, um die Ausrottung zu intensivieren. Jäger wie Buffalo Bill, machten sich mit der Abschlachtung von Tausenden Bisons einen Namen. Zwischen 1868 und 1881 sollen ca. 30. Millionen Bisons erlegt worden sein ![]() (text von waldschrat dankend übernommen)
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